Geschichte

DIE FAEHRE – Wurzeln in Geist und Qualitätsanspruch

DIE FAEHRE Ihre kompetente Partnerin in Suchtfragen wurzelt im Geist und Qualitätsanspruch als Fach- und Dienstleistungsorganisation rund ums Thema Sucht, Drogen und Abhängigkeit in den frühen Anfängen des Verein DIALOG: Hilfs- und Beratungsstelle für Suchtgiftgefährdete und deren Angehörige in Wien, eine der ersten ambulanten Drogenhilfeeinrichtungen in Österreich.

Der DIALOG wurde 1980 infolge einer Initiativgruppe bestehend aus engagierten ÄrztInnen, DiplomsozialarbeiterInnen, PsychologInnen, PsychotherapeutInnen und anderen vom Thema berührten Personen gegründet. 1982 folgte die Konstituierung als Verein, mit dem Zweck, ein ambulantes Hilfs- und Betreuungsangebot für suchtgiftgefährdete Jugendliche, deren Angehörige und Freunde zu entwickeln und aufzubauen.

Die MitarbeiterInnen des DIALOG haben von Beginn an in zahlreichen regionalen, bundesweiten und internationalen Arbeitsgruppen mitgewirkt und so maßgeblich zur qualitativen Entwicklung der österreichischen Drogenhilfe mitbeigetragen. So wurden u.a. die Qualitätsstandards des DIALOG in die Anerkennung durch das Bundesministerium für Gesundheit nach §22 Suchtgiftgesetz (heute §15 Suchtmittelgesetz) miteinbezogen. Ebenso wurde der DIALOG bereits 1984 mit der Konzeption und 1985 mit der Durchführung eines Modellprojektes zur qualitativen multidisziplinären Substitutionsbehandlung durch das Bundesministerium für Gesundheit beauftragt. Dieses Modellprojekt diente in der Folge als Grundlage des Erlasses zur Durchführung der Substitutionsbehandlung in Österreich. Es folgten zahlreiche weitere innovative Projekte zur qualitativen ambulanten Drogenhilfe, welche durchwegs Eingang in die Standards und das Selbstverständnis hochwertiger qualitativer ambulanter Drogenhilfe mündeten.

1993 wurden die Gründungsmitglieder des DIALOG Dr. Alexander David zum Drogenbeauftragten der Stadt Wien und DSA Thomas Boss zum Drogenkoordinator des Landes Vorarlberg bestellt. DSA Konrad Steurer der seit 1987 in die Arbeit des DIALOG miteingebunden war, übersiedelte ebenfalls in sein Heimatland und gründete in Erfüllung des Vorarlberger Drogenkonzeptes, eine unabhängige Schwesterorganisation in Geist und Qualitätsanspruch des Hilfeangebotes.

DIE FAEHRE – Zeit der Pioniere

Während der FAEHRE-Pionierjahre (1993-1998) standen Mag. Dr. Peter Bahl, Walter Zoller, Elmar Steurer, Rainer Bitschnau und Harald Streitler im Rahmen des gemeinnützigen Trägervereins „DIE FAEHRE – Hilfe und Beratung für Suchtgiftgefährdete und deren Angehörige“ und Mag. Gudrun Simader und Arno Noventa als qualifizierte MitarbeiterInnen der ersten Stunde an der Seite von Konrad Steurer.

Ab 1994 unterstützte Dr. Helmut Klien maßgeblich die Entwicklung einer hochwertigen Substitutionsbehandlung in der FAEHRE und Sibylle Marent-Moosburger den kompetenten Ruf der Fach- und Dienstleistungsorganisation insbesondere in Fragen der frauen- und geschlechtsspezifischen Beratung und zu Themen der Co-Abhängigkeit für Angehörige.

Bereits 1995 mündete die konsequente Konzeptumsetzung in Sachen hochqualifizierter ambulanter Drogenhilfeangebote in einer Anerkennung nach §22, heute §15 Suchtmittelgesetz durch das Bundesministerium für Gesundheit. Eine solche Anerkennung berechtigt u.a. zur Durchführung gesundheitsbezogener Maßnahmen für Menschen, die aufgrund ihres Drogenproblems behördlich (Gericht, Amtsarzt, etc.) auffällig geworden sind.
Gerade in diesem sensiblen Arbeitsbereich trugen FAEHRE-MitarbeiterInnen entscheidend dazu bei, klare Vorgehensweisen herauszuarbeiten, welche einerseits vom Drogenproblem betroffenen Mitmenschen den notwendigen vertrauensvollen Schutz gewähren und andererseits den Behörden diejenigen Informationen zur Verfügung stellen, die sie zur verantwortungsvollen Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben benötigen.

DIE FAEHRE – Innovative Projekte

Weil der beruflichen Dimension bei Fragen der sozialen Integration eine enorme Bedeutung zukommt, beteiligte sich DIE FAEHRE-Ihre kompetente Partnerin in Drogenfragen in den Jahren 1996 bis 1998 gemeinsam mit der Beratungsstelle DIALOG in Wien am EU-weiten Projekt „Needles or Pins“, welches aus dem Fördertopf Horizon des ESF finanziert wurde. Im Rahmen dieses Projektes konzentrierte sich der FAEHRE-Schwerpunkt auf Berufs- und Bildungsorientierungskurse für vom Drogenproblem betroffene Mitmenschen. Für die Umsetzung dieses internationalen Projektes wirkten Partnereinrichtungen aus den EU-Ländern Spanien, Deutschland, Irland, Schottland und Holland mit.

In dieser Zeit wurden auch im Rahmen von Arbeitserprobungs- und Motivationstrainings die Räumlichkeiten der FAEHRE erweitert und gemeinsam mit KlientInnen verschönert. Seither verfügt DIE FAEHRE über eine Einliegerwohnung, welche als Trainingswohnung adaptiert (heute Übergangswohnung im Rahmen von „Wohnen mit Perspektive“) Verwendung findet.

Anfang 1998 ging der Trägerverein in eine firmenbücherliche Gesellschaftsform „DIE FAEHRE Gemeinnützige Sucht- und Drogenhilfe GmbH“ über und DSA Konrad Steurer wurde alleiniger Gesellschafter.

Als konsequente Weiterentwicklung von „Needles or Pins“ erarbeitete DIE FAEHRE 1999 ein Konzept für ein sozial-ökologisches Unternehmen „Der Bauteilladen“, welches vielschichtige Arbeits- und Qualifizierungsansätze für vom Drogenproblem betroffene Mitmenschen und konkrete Arbeitsplätze berücksichtigte, aber leider aufgrund mangelnder finanzieller Unterstützung nicht in die Realität übergeführt werden konnte.

Auch 2001 stellte DIE FAEHRE – Ihre kompetente Partnerin in Drogenfragen ihre Kompetenz in der Entwicklung, Aufbau und Durchführung innovativer Modellprojekte qualifizierter ambulanter Drogenhilfeangebote zur Verfügung. Unter dem Projekttitel „Drogenberatung im Hause“ wurde im Rahmen sekundärpräventiver Maßnahmen auf großen Rave- Veranstaltungen mit mehreren tausend BesucherInnen – u.a. im Festspielhaus in Bregenz – in Absprache mit den Veranstaltern drogenspezifische Beratungsleistungen und Informationen angeboten. Diese Erfahrungen mündeten in das heute auch in Vorarlberg etablierte Angebot der Eventbegleitung, welches von Supromobil koordiniert wird.

DIE FAEHRE – Selbstbehalte als Symbol einer aktiven Haltung

2002 wurde auf Grund budgetären Drucks ein Modell entwickelt, welches eine Kostenbeteiligung der KundInnen der FAEHRE für erhaltene Dienstleistungen vorsieht. In einer für alle leistbaren Form unterstützen unsere KundInnen die qualifizierte Arbeit der Fach- und Dienstleistungsorganisation im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten.

Diese Vorgehensweise hat sich in der Praxis bewährt. Sie bietet den KundInnen der FAEHRE die Möglichkeit einen leistbaren Teil für den Fortbestand des Dienstleistungsangebotes beizutragen und ist gleichzeitig Symbol ihrer aktiven Haltung auf ihrem Weg personaler Entwicklung.

Wichtig ist uns, den offenen Zugang für alle zu gewährenleisten. Daher sind Erstgespräche immer kostenlos.

Im Jänner 2003 beendete Dr Helmut Klien nach vielen Jahren aktiven Engagements für die Entwicklung der qualifizierten ärztlichen Substitutionsbehandlung in Vorarlberg seine Vor-Ort-Mitarbeit in der FAEHRE. Selbstverständlich steht er auch heute noch für Urlaubsvertretungen und schwierigen Fragen der FAEHRE zur Verfügung.

DIE FAEHRE – Im Hier und Jetzt

Als neuen ärztlichen Leiter konnte DIE FAEHRE Ihre kompetente Partnerin in Drogenfragen einen nicht minder erfahrenen, insbesonders mit der qualifizierten Substitutionsbehandlung vertrauten ehemaligen Kollegen, aus frühen Zeiten des DIALOG, Dr. Zulfokar Al-Dubai gewinnen.

Im April 2005 verstärkte DSA Thomas R. Boss, Personzentrierter Psychotherapeut mit seinem Eintritt als geschäftsführender Gesellschafter das FAEHRE-Team. Gemeinsam mit DSA Konrad Steurer steht er heute für eine gedeihliche und fruchtbringende Entwicklung des FAEHRE-Angebotes.

Heute verfügt DIE FAEHRE Ihre kompetente Partnerin in Drogenfragen
als Fach- und Dienstleistungsorganisation rund ums Thema Drogen, Sucht und Abhängigkeit über einen Pool bestqualifizierter langjährig erfahrener MitarbeiterInnen qualifizierter ambulanter Drogenhilfe in Österreich und garantiert auch für die Zukunft Qualität, Zuverlässigkeit und innovativen Geist.